Der Raub der Sabinerinnen

mit Katharina Thalbach, Anna Thalbach, Markus Völlenklee u. a.

Frühjahr 2015 15.02.-11.03.2015

von Franz und Paul von Schönthan, Bearbeitung von Curt Goetz

Spieldauer: 2 Stunden 45 Minuten, eine Pause

Als Student hat Gymnasialprofessor Gollwitz eine Römertragödie geschrieben. Eine Jugendsünde gewissermaßen, über die das Vergessen gnädig seinen Mantel ausgebreitet hat. Doch Theaterdirektor Striese kann ihn überreden, ihm das Stück für eine „grandiose Aufführung“ zu überlassen. Zwar hat Gollwitz Bedenken, aber die Eitelkeit siegt und die Tragödie darf unter einem Pseudonym erscheinen. Es kommt wie es kommen muss: Das Inkognito von Gollwitz wackelt und die Aufführung droht zur Blamage zu werden.

Katharina Thalbach inszeniert nicht nur, sondern ist in der berühmten Rolle des Theaterdirektors Striese auch auf der Bühne Dreh- und Angelpunkt der Vorstellung.

„Ich hoffe, dass ich den Striese bis an mein Lebensende machen kann, ich will damit noch auf Tour gehen. Schließlich gehört das zu Striese“ , hat Katharina Thalbach vor einiger Zeit in einem Interview der Berliner Morgenpost verraten und nimmt damit Bezug auf ihre Rolle des Theaterdirektors Striese in „Der Raub der Sabinerinnen“ . Striese ist ein Mann, ganz nach Thalbachs Geschmack. Er brennt für seine Kunst, auch wenn sie nur „Schmiere“ ist und ist ein glühender Verteidiger des Metiers, denn: „Eine Schmiere Herr Doktor, das ist ein Platz, ein Plätzchen, wo auf wenigen Quadratmetern mehr Hingebung verlangt und gegeben wird als Sie es sich in Ihrem bürgerlichen Hochmut überhaupt vorstellen können. Ja, wir ziehen von einem Ort zum anderen. Nicht alle schaffen es, ans Hoftheater zu kommen. Aber wenn es einer geschafft hat und er erzählt dann später seinen Enkelkindern aus seinem Theaterleben, dann erzählt er ihnen was von den Jahren an der Schmiere. Und seine Augen fangen an zu leuchten.“
Der ganze Monolog ist eine einzige Liebeserklärung an eine Theaterform, das einfache „Schmierentheater“ . Geschrieben hat diese Passage der geniale Curt Goetz, der das Stück der Gebrüder Schönthan bearbeitet und die Rolle des Theaterdirektors 1955 am Renaissance Theater selbst übernommen hat.

Viele große Schauspieler haben diesen Monolog gesprochen: u. a. Gustav Knuth in der Verfilmung von 1954, später Willy Millowitsch.
In der Komödie am Kurfürstendamm verpasst Katharina Thalbach dem Direktor eine kugelrunde Figur. Doch diese Rolle allein reicht ihr nicht. Sie spielt gleich auch noch die im weiteren Verlauf des Monologs viel gepriesene Frau des Direktors.

Der Berliner Theaterclub zeichnet die Schauspielerin für ihre Leistung in dem Stück mit dem Publikumspreis „Goldener Vorhang“ aus.

  • Sonntag, 15.02.15 (19:30 Uhr) in Schüttorf
  • Montag, 16.02.15 (18:00 Uhr) in Remscheid
  • Mittwoch, 18.02.15 (20:00 Uhr) in Lippstadt
  • Donnerstag, 19.02.15 (19:30 Uhr) in Leverkusen
  • Freitag, 20.02.15 (20:00 Uhr) in Brandenburg
  • Sonntag, 22.02.15 (18:00 Uhr) in Wolfsburg
  • Montag, 23.02.15 (20:00 Uhr) in Fellbach
  • Dienstag, 24.02.15 (20:00 Uhr) in Fellbach
  • Donnerstag, 26.02.15 (20:00 Uhr) in Düren
  • Freitag, 27.02.15 (20:00 Uhr) in Rödermark
  • Samstag, 28.02.15 (20:00 Uhr) in Rüsselsheim
  • Sonntag, 01.03.15 (19:00 Uhr) in Marktoberdorf
  • Montag, 02.03.15 (20:00 Uhr) in Lindau
  • Dienstag, 03.03.15 (20:00 Uhr) in Lahr
  • Mittwoch, 04.03.15 (20:00 Uhr) in Ibbenbüren
  • Donnerstag, 05.03.15 (20:00 Uhr) in Minden
  • Freitag, 06.03.15 (20:00 Uhr) in Lennestadt
  • Sonntag, 08.03.15 (20:00 Uhr) in Eschborn
  • Montag, 09.03.15 (20:00 Uhr) in Lingen
  • Dienstag, 10.03.15 (19:30 Uhr) in Bad Soden
  • Mittwoch, 11.03.15 (20:00 Uhr) in Iserlohn

Regie

» Katharina Thalbach

Bühne

» Mike Hahne

Kostüm

» Jenny Schall


Emanuel Striese / Luise Striese

» Katharina Thalbach

Martin Gollwitz

» Markus Völlenklee

Friederike Gollwitz

» Andreja Schneider, » Sonja Hilberger (am 15.–16.2. und 8.–11.3.2016)

Paula Gollwitz

» Nellie Thalbach

Dr. Leopold Neumeister

» Richard Barenberg

Marianne Neumeister

» Anna Thalbach

Karl Gross

» Siegfried Kadow

Rosa, Dienstmädchen

» Wenka von Mikulicz

Emil Gross (genannt Sterneck)

» Ronny Miersch

Nach der Premiere im Mai 2011 urteilte die Presse einstimmig:

„Eine wundervolle, brüllend komische Liebeserklärung an das Theater.“ (BZ)
Die Berliner Morgenpost lobte: „Diese kleine große Frau (Katharina Thalbach), sie ist der Dreh- und Angelpunkt des Abends, die Sprengmeisterin eines großen Gagfeuerwerks [...].“
Der Berliner Kurier notierte: „Dieser Abend in der Komödie am Kurfürstendamm ist eine Sternstunde [...], eine höchstvergnügliche Völlerei!“
Der Tagesspiegel befand: „Es ist der Abend der Katharina Thalbach, und sie spielt ihn mit einer Hingabe, die keinen Unterschied zwischen Schmieren- und Burgtheater kennt.“
Und die Berliner Zeitung resümierte: „Welch ein Triumph!“